Man macht sich so seine Gedanken...

Wie tickt der Mensch,was ist wichtig,wie wird man beurteilt?
Der Mensch wird heute danach beurteilt,was er ist und nicht mehr,wie er ist.Charaktereigenschaften zählen weniger als Aussehen,Ansehen,Status und Bankkonto.
Ist man ohne Arbeit,ob unverschuldet oder nicht,rutscht man an den Gesellschaftsrand.Ist nichts wert.
Ist das Bankkonto klein,sinkt auch der gesellschaftliche Status.
Ist man zu dick,gilt man gleich als weniger wert,dumm,peinlich und faul.Ist man zu dünn,hat man ja meist eine Essstörung.
Bei all dem bleibt das Schauen auf den Charakter aus.Man stelle sich vor,ein dicker Mensch,ein weniger gut situierter Mensch,ein arbeitsloser Mensch ist ein toller Mensch mit guten Charaktereigenschaften....kaum vorstellbar.

Man muss heute auch nach der möglichst neuesten Mode gekleidet sein....was,du kaufst deine Kleidung nicht in der Boutique?Unvorstellbar!
Und bist du mit einer "unsichtbaren" Krankheit geschlagen,gibt's das ja schon mal gleich gar nicht.Dann ist man in der Regel nur faul.Aber das wird schon,geh einfach mal öfters an die frische Luft...
Bist du verliebt in eine jüngere oder ältere Person,fällst du aus dem Rahmen.

Und Fehler werden heute auch keine mehr gemacht.Die meisten Menschen sind unfehlbar!
So ein Mist!Ich mache Fehler und stehe dafür auch noch ein.Schließlich sind es meine Fehler.Wie dumm von mir...

Es wird nur noch geguckt,ob man der gesellschaftlichen Norm entspricht.Charakter,Menschlichkeit,Persönlichkeit-alles Nebensache!
Fall nicht aus dem Rahmen,sonst passt du nicht in die Gesellschaft.Bist oder lebst du anders,passt du nicht ins Bild.
Wozu sich um andere Gedanken machen?Wozu Hintergründe kennen?
Wenn jeder an sich denkt,ist an jeden gedacht!
Doch zum Glück gibt's noch Ausnahmen!
Und ich liebe einfach wen ich will,egal,ob es der Gesellschaft passt oder nicht.Der Mensch ist wichtig,nicht sein gesellschaftliches Ansehen.
Ich bin dankbar für die Menschen,die mich so lieben,wie ich bin!
Man macht sich so seine Gedanken....

from Mr. Ghostwriter

 

Die Zukunft wird großartig,

Gedanken am freien Dienstag

 

"Wir können nicht aufhören Waffen zu exportieren, es geht ja um die Arbeitsplätze",

"Der Mindestlohn zerstört Arbeitsplätze, wir müssen sparen, es ist nicht genug da, was sollen bloss Friseure sagen",

"Zu hohe Löhne zerstören Arbeitsplätze",

 

Das Diktat der Arbeit, alle rennen da hinterher als gäbe es morgen nix mehr zu tun. Diese Aussagen da oben kennen wir alle, sie werden von den Medien gebetsmühlenartig verbreitet. Alternativen gäbe es keine, diese Überschriften zielen immer auf die Erzeugung von Angst, Angst am nächsten Tag zu spät zu kommen, Angst am Reichtum und damit nicht an der Gesellschaft partizipieren zu können, überhaupt Angst vor allem was die Zukunft angeht. Daraus resultieren Frust und Elend, wobei ich Frust und Verzweifelung zum Elend dazuzähle. Wer keinen Job mehr hat, kann an nix mehr teilhaben, ist selber schuld und der Sinn seines Daseins besteht nur noch darin sich sofort wieder einen zu suchen. Eine Arbeit zu haben ist also ein gesellschaftlich enorm wichtiges Atribut, man identifiziert sich mit ihr, keine zu haben führt bei vielen Menschen zum nachvollziebaren Gefühl des Ausgegrenztseins, eben daraus resultieren der Frust und die Verzweiflung. Wenn das nun weiterhin nicht mehr gelingt sich einen Arbeitsplatz zu suchen? Wenn das einfach nicht mehr gelingen kann? Wenn es tatsächlich nicht mehr möglich ist? Die von den Medien erzeugte Angst führt zu der Forderung nach noch mehr Abschottung, noch mehr Sicherheit, das ist ganz natürlich. Nazis und Rechtsradikale kommen da gut an, einige Dörfer und Kleinstädte in Deutschland sind bereits fest in ihrer Kontrolle. Angst ist eine starke emotionale Reaktion, sie führt schnell zu irrationalen Handlungen, behindert aber ein sachliches Denken. Könnte man den Menschen die Angst nehmen? An was müssten sie wieder teilnehmen können um sich und ihre Umgebung zu akzeptieren? 

 

Kapitalakkumulation, Arbeitsproduktivität, wirtschaftlicher Entwicklungsfortschritt haben verglichen mit den 70ern (die "goldenen" Jahre) einen kaum vorstellbaren Stand. Die Arbeitsproduktivität eines deutschen Lohnabhängigen ist etwa um den Faktor 20 verglichen mit den 70ern angestiegen. Einfach nur um Wohlstand zu haben müsste also nicht mehr sondern es könnte auch weniger gearbeitet werden. Bleiben wir bei den 70ern: Die Zukunftsvorstellungen in diesem Jahrzehnt waren visionär: Maschinen arbeiten für uns, der Weltraum wird zum Tummelplatz des Menschen, Kriege, Hunger und Elend gehören der Geschichte an. Die verfeindeten Machtblöcke bilden eine Weltregierung, die Serie Star Trek ist ein gutes Beispiel dafür. Was ist davon geblieben? Star Trek läuft immer noch, die Arbeitsproduktivität ist wie gesagt gestiegen, warum? Eine Sache ist ebenfalls eingetreten: Die Maschinen arbeiten für uns. Die Maschinen werden immer mehr für uns arbeiten. Bald sitzen sie an der Kasse im Discounter, weisen uns auf dem Parkplatz ein. Sie werden in Kriegen eingesetzt, erledigen die Aufgaben auf Feld und dann Spital, sie steuern Fahrzeuge und unterrichten Schüler. Undenkbar? Schaut mal nach Japan. Da haben Roboter einen gottartigen Status, die Forschung ist nirgends weiter. Das eigene Leben ist mittlerweile enorm abhängig geworden von intelligenten Maschinen. Die Arbeit wurde aber nun nicht weniger, warum? Sie ist doch soviel produktiver geworden! Kommen wir somit zur Kapitalakkumulation, deshalb ist sie so hoch. Deshalb gibt es soviele "Neu"milliardäre, einen riesigen Handel mit sogenannten "Finanzprodukten", alles letztenendes "überschüssiges" Geld. Deshalb soll man sparen? Eines sollte nun klar sein: Durch unsere Arbeitskraft in Verbindung mit der maschinellen wird Reichtum geschaffen wie niemals zuvor, die steigende Arbeitsproduktivität allerdings wird nicht zur Schaffung gesellschaftlichen Fortschritts und Wohlstand verwendet sondern einzig und alleine dem einzelnen, privaten. Dies sei das Maß aller Dinge. 

 

Wenn ich nun sage wir arbeiten mehr, wer oder was ist dieses "wir"? Was bedeutet es, die Arbeit wird produktiver? Fällt da nicht automatisch "menschliche" Arbeit weg? Die Arbeit wird ja auch nur verlagert, sie entsteht an neuen Punkten. Sie wird spezialisierter, interlektuell anspruchsvoller. Allerdings was soll in Zukunft mit all den Menschen passieren die keinen Job bekommen, da sie den spezialisierten, anspruchsvollen Anforderungen der Arbeitswelt nicht mehr genügen. Was sollen Berufsfahrer machen wenn Fahrzeuge immer autonomer werden? Was sollen Verkäufer machen wenn das Bezahlsystem völlig automatisiert wurde? Einfach mal eben Programmierer werden? Molekularbiologe? Designer? Das funktioniert nicht. Vielleicht doch? Glaube ich nicht! Ich glaube aber an den technischen Fortschritt!

 

Was soll das nun, sollen die Massen die Maschinen stürmen, den technischen Fortschritt geißeln? Ist dieser überhaupt aufzuhalten, fallen nun zwangsläufig viele Menschen der ebenfalls daraus resultierten "Globalisierung" der Armut zum Opfer? Kommt es dadurch zwangsläufig zum Erstarken faschistischer Strömungen die außer "Sicherheit durch weitere Unterordnung" nix versprechen. Wird die Gesellschaft immer "egoistischer" und die Menschen durch Frustration und Perspektivlosigkeit brutaler, verrohter und gewalttätiger (zumindest in ihrer Phantasie)? Wird die Gesellschaft immer gespaltener, zumindest was die materiellen Verhältnisse angeht, muss es zur Bildung weiterer immer größerer Armutszonen kommen?

 

Eine Politik die tatsächlich dagegensteuert muss sich eine Umverteilung des Reichtums vornehmen. Wer profitiert von den ewig vorgetragenen dringenden Steurersenkungen? Der überwiegende Teil der Gesellschaft? Glaubt ihr wirklich das alles in privaten Händen ein Fortschritt ist? Glaubst Du das du die Straßenbahn oder den Zug bezahlst wenn Du Dir ein lächerliches Ticket kaufst? Bock drauf alle 10 Kilometer anzuhalten, bezahlen, weiterfahren weil Du auf einer privaten Stasse unterwegs bist? Glaubst Du eine Behandlung im Krankenhaus kannste bezahlen und Schulen finanzieren sich ja auch ganz einfach dadurch das da soviele Ehrenamtliche die Mensa betreiben? Steuern sind ja kein Geld das einfach so verpufft, es wird verwendet um zum Beispiel die öffentliche Ordnung und Infrastrukur zu erhalten. Warum, ja warum denn nun nicht große Vermögen besteuern. Heisst ja nicht wir haben dann die DDR zurück und alle bekommen das gleiche, nämlich nix. Blödsinn, alles Quatsch wer Arzt oder ein Unternehmen leitet und damit größere gesellschaftliche Verantwortung übernimmt bekommt auch weiterhin mehr. Wer zig Millionen oder Milliarden hortet soll von mir aus weiterhin seinen hohen Lebensstil pflegen. Von mir aus weiterhin mehrere Villen, Autosammlungen oder sonstnochsowas besitzen. Hätte ich ja auch gern. Wozu braucht man aber dafür Milliarden? Die gesellschaftlich Unterprivelegierten mahnt man zur gesellschaftlichen Verantwortung, warum nicht endlich mal die Superreichen? Die haben eine stärkere Lobby und die Medien, stimmt. Warum nicht mal etwas tun woran einfach die Allermeisten profitieren? Mir geht es hierbei besonders um das sogenannte bedingungsloses Grundeinkommen, einfach zu finanzieren über eine progressive Steuerpolitik. Das Bewusstsein ist nunmal mit dem Sein verkoppelt, nutzen wir wirklich und tatsächlich die Maschinen mit ihren unglaublichen Möglichkeiten Reichtum, Wohlstand und damit auch Zufriedenheit und Frieden zu erschaffen. Bedingungsloses Grundeinkommen, wer dazu arbeiten geht bekommt richtig viel raus, "Arbeit soll sich doch wieder lohnen"....sparen, wozu? Wenn das Geld zuhause bleibt kann es nicht wirken, Konjunktur wird bekanntlich durch Investitionen und Gewinn erhalten. In einer funktionierenden Volkswirtschaft sollte das Geld ständig frei fluktuieren, es sollte ständig den Besitzer wechseln und nicht einfach vor sich hin lagern und angeblich "wachsen".

 

Phantasie ist gefragt, die Zukunft kann großartig werden. Vieles hiervon ist freilich etwas oberflächlich und manchmal auch durchaus diskutabel. Selbstverständlich führt die Einführung eines bedingslosen Grundeinkommens nicht automatisch zu mehr Frieden und Freundlichkeit im Land oder gar auf der ganzen Welt, es wäre aber ein Zeichen in die richtige Richtung. Ordnung im Haus bedeutet Frieden im Land wusste schon Konfuzius. Aber unmöglich soll es ja sein. Schweden, Norwegen und Dänemark haben die höchsten Steuersätze innerhalb der EU, laut Umfragen sollen sie allerdings auch die glücklichsten und zufriedensten EU Bürger sein. Davor hat man in Deutschland Angst! Finnland hat das bedingungslose Grundeinkommen eingeführt, ist beschlossene Sache. Darüber debattiert wird in vielen anderen Ländern, sogar in den USA. In Deutschland? Bilde Dir darüber Deine eigene Meinung und schildere sie mir.